
Imkerei

Anton Krieger
Meine Leidenschaft zu Imkern entdeckte ich, als ich zehn Jahre alt war. Als ich an jedem Tage nach der Schule am Nachbargrundstück vorbeispazierte, entdeckte ich einen Bienenschwarm. Die Natur und das sonore Summen der Bienen begeistern mich auch heute noch. Daraufhin sagte mein Nachbar zu mir: „Toni, den nächsten Bienenschwarm, den bekommst du“. Eines Tages war es soweit, und ich bekam einen Bienenschwarm – mein erstes Volk. Ich war überglücklich. Bis zu meinem siebzehnten Lebensjahr hatte ich nur dieses eine Volk. Als ich dann allerdings meine Frau kennenlernte, hatte ich nur noch Augen für sie und hörte für eine kurze Zeit mit der Imkerei auf.
Im Alter von 23 Jahren, gerade frisch verheiratet, entdeckte ich in meinem Garten wieder einen Bienenschwarm, der sich im Apfelbaum niedergelassen hatte. Er war riesengroß. Ohne lange nachzudenken schnappte ich mir den Schwarm und mein Imkerherz blühte wieder auf. Nachdem eine langjährige Imkerin in Aunkofen bei Marklkofen zu imkern aufhörte, bat sie mir ihr Bienenhaus samt Völker an. Somit hatte ich auf einen Schlag siebzehn Völker. Zwei Jahre später baute ich mit meiner Frau in Ödmann bei meinem Cousin Karl ein neues Bienenhaus. Damit wuchs meine Völkeranzahl auf 36. In den darauffolgenden Jahren schwärmte es ziemlich stark, dass es bis zu achtzig Bienenvölker wurden. Da diese Bienen sehr stechlustig waren, verkaufte ich fast alle Völker.
Damals kaufte ich zehn Königinnen vom erfolgreichsten österreichischen Züchter. Damit besaß ich meine ersten zehn sanftmütigen Carnica-Völker. Der Einstieg in die Zucht kam als nächstes. Ich erlernte die Königinnenzucht anhand von verschiedener Literatur. Ich entschloss mich mit Brutablegern zu züchten. Durch auftretende Missgeschicke und Glücksfälle entwickelte ich eine abweichende, eigene Zuchtmethode, mit der ich bis heute noch erfolgreich bin. Diese Erfahrung wollte ich auch an andere weitergeben und begann damit meine Referententätigkeit. Aus allen Himmelsrichtungen kam Imker – zum Teil busweise – zu meinem Bienenhaus um sich über meine Methoden zu informieren.
Der Bienenzuchtverein Frontenhausen wurde zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein gegründet. Später wurden es zwei eigenständige Vereine. Somit war ich Mitgründer des Bienenzuchtvereins, 10 Jahre Kassier und anschließend für 30 Jahre erster Vorstand. Seit 1986 bin ich anerkannter Reinzüchter. Bis heute bin ich noch sehr engagiert am Vereinsleben und sehr stolz auf meine Kinder, da mein Sohn Franz, ebenfalls anerkannter Reinzüchter seit 2008 ist sowie derzeit erster Vorstand des Vereines und meine Tochter Brigitte Sandner meine Nachfolgerin.
Brigitte Sandner
Von Kindesbeinen an hatte ich mit Bienen zu tun. Allerdings waren mir die fliegenden Insekten zu dieser Zeit noch nicht ganz geheuer, besonders wenn sie mir nahe kamen. Ich hatte immer sehr viel Respekt vor ihnen. Gestochen werden wollte ich auch nicht.. Trotzdem bewunderte ich meinen Vater (seit 1986 anerkannter Reinzüchter) jahrzehntelang in seinem sicheren und offenen Umgang mit Völkern, Drohnen und Königinnen.
2016 wurde mein Interesse an der Imkerei geweckt, als ich meinen Vater bei der Carnica-Reinzucht unterstützte. Ich wollte mehr über die Vielfalt der Bienen erfahren. Bei meinem Vater war die Freude riesengroß. Meines Ehrgeizes wegen erlernte ich von meinen Vater in kürzester Zeit das Handwerk der Imkerei. In meiner Freizeit widmete ich der wissenschaftlichen Literatur über Bienen und Imkerei.
Um mein Wissen zu erweitern nahm ich 2017 und 2018 erfolgreich an folgenden Lehrgängen, Schulungsveranstaltungen und Züchterschulungen teil: Anfängerkurs, Königinnen-Zucht, Königinnen-Verwertung, Körkurs, Honigkurs mit Hygienevorschriften, Honigkurs mit Vermarktung, Frühjahrsarbeiten und Auswinterung, Honigraumfreigabe;, Schwarmvorbeuge, Ableger- und Kunstschwarmbildung, Honiggewinnung, Honigschleudern, Sommerpflege der Ableger und Völker, Einwinterung der Völker mit Varroabehandlung, Bienengesundheit sowie Bienenwachskurs. Bei meinen Bruder Franz Krieger (anerkannter Reinzüchter und Referent) absolvierte ich 2018 einen weiteren Anfänger- und Königinnenzuchtkurs. Im März 2019 habe ich an der Züchtertagung in Plattling teilgenommen.
Es ist mir eine Ehre in die Fußstapfen meines Vaters zu treten und das Handwerk der Imkerei weiterzuführen.
Melissa Sandner
Die Imkerei begleitet mich seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einer Familie, in der sowohl meine Mutter als auch mein Großvater seit vielen Jahren mit Bienen arbeiten, war der Umgang mit den Völkern für mich von Anfang an selbstverständlich.
Schon als kleines Mädchen lernte ich, ruhig und achtsam mit den Bienen umzugehen, und so wuchs meine Faszination für diese Tiere früh heran.
Mein Wissen habe ich vor allem in der Praxis erworben natürlich meist an der Seite meiner Mutter, die mich bei jeder freien Minute mit in die Stände genommen hat. Durch ihre Erfahrung und Geduld habe ich gelernt, wie wichtig Beobachtung, Sorgfalt und Respekt im Umgang mit den Bienen sind.
Gleichzeitig weiß ich, das Wissen über Bienen ist so vielfältig, dass man nie auslernt. Jede Saison bringt neue Erkenntnisse.
Heute bin ich selbst Mutter von zwei Kindern, geboren 2020 und 2025, die mein größter Stolz sind. Auch wenn die Zeit manchmal knapp ist, begleiten mich meine Kinder wann immer es möglich ist auch ins Bienenhaus. Es berietet ihnen große Freude, es macht mich stolz zu sehen, wie auch Oma und Uropa darüber glücklich sind.
Es ist mir ein Herzensanliegen, ihnen die Liebe zur Natur und das Wissen um die Bienen weiterzugeben, so wie es mir einst vorgelebt wurde.
Für mich ist die Imkerei mehr als eine Tätigkeit, sie ist Tradition, Verantwortung und eine tiefe Verbindung zur Natur, die ich bewahren und weitergeben möchte!
Victoria Maria Sandner
Ich bin die kleinste Imkerin der Familie und helfe schon ganz fleißig im Bienenhaus mit!
Ich sammle Blütenpollen, helfe beim Honigschleudern und suche gerne die Bienenkönigin, wo sie sich wieder versteckt.
Aber am allerliebsten nasche ich ein bisschen Honig das muss einfach sein.



